Spontanes Reisen mit dem Camper soll wieder möglich sein

Dies haben wir uns vor einem Jahr auf die Fahne geschrieben. Heute ist die Lösung reif und bereit für den Markt. In Zusammenarbeit mit dem Touring Club Schweiz haben wir die erste Parking-App für Camper in der Schweiz lanciert. Wohnmobilreisende können damit bei einem offiziellen Stellplatz ohne Reservation selbstständig digital ein- und auschecken. Die innovative Lösung vereinfacht die Arbeit für Stellplatzbetreiber und automatisiert die Tourismusabgabe an die Gemeinden.



Die Welt mit dem Campervan oder dem Wohnmobil zu entdecken, liegt im Trend – nicht erst seit der Coronapandemie. Im letzten Jahr hat sich die Situation verschärft. Obwohl der Wohnmobiltourismus der schnellst wachsende Markt in der europäischen Reisebranche ist, werden Übernachtungsangebote nur zögerlich ausgebaut. Während Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätze klare Strukturen und Buchungsprozesse haben, ist der Wohnmobiltourismus auf Stellplätzen noch zu wenig organisiert.



Antwort auf Verbotstafeln


Heute wollen viele Camper spontan verreisen und die Schönheit einer Region hautnah entdecken, dadurch ist die Nachfrage an einfachen Camper-Stellplätzen gestiegen. Mangels Angebote übernachten Camper zunehmend wild oder halblegal, was bei Behörden und Gemeinden verständlicherweise für Unmut sorgt. In der Folge wurden an vielen Orten Campingverbote erlassen. Wir sehen in der angespannten Situation des Wohnmobiltourismus die Chance, mit Parkn’Sleep Stellplatzbetreiber, Camper und Gemeinden zusammen zu bringen.



Stellplätze digital bewirtschaften


Parkn’Sleep ist die erste Parking-App für Camper in der Schweiz. Die App zeigt offizielle Stellplätze mit einer Live-Verfügbarkeit an. Jeder Platz ist legal, geprüft und mit den örtlichen Bestimmungen und Tarifen verknüpft. Anbieter können mit wenigen Klicks ihre Stellplatzangebote im System erfassen und damit ein Einkommen generieren. Camper können die Plätze spontan anfahren, vor Ort selbständig digital ein- und auschecken und eine ruhige und ungestörte Nacht verbringen. Parkn’Sleep ist daher nicht einfach ein weiteres Stellplatzverzeichnis, sondern eine einfache Lösung für die digitale Stellplatzbewirtschaftung. Einerseits, um der Spontanität von Campern entgegenzukommen, andererseits um Anbietern den Buchungsaufwand zu ersparen.



Bild: Camper können sich in Zukunft per App einchecken und direkt bezahlen.



Parklösung für Gemeinden


Parkn’Sleep gibt Gemeinden zum ersten Mal die Möglichkeit, eine Parklösung für Camper anzubieten, um so dieser wachsenden Gruppe von Reisenden gerecht zu werden. Mit der Lösung von Parkn’Sleep profitieren Gemeinden neu auch bei Stellplätzen von den Übernachtungskurtaxen, ganz gleich, ob der Stellplatz von Privatanbietern oder der Gemeinde selbst betrieben wird. Die Kurtaxen werden anhand der Postleitzahl des jeweiligen Stellplatzes direkt an die entsprechende Gemeinde abgeführt. Parkn’Sleep funktioniert als automatisches Check-In und Bezahlsystem ohne Reservationsaufwand und wurde so entwickelt, dass es in bestehende Zweitsysteme (Parkuhren, Reservationssysteme, Erlebniscamping-Plattformen etc.) integriert werden kann. Mit Parkn’Sleep lässt sich die Wohnmobil-Situation in Gemeinden regeln, steigert die Attraktivität von Destinationen und bringt zusätzliche Wertschöpfung in touristische Regionen.



Unsere Partner sind der Touring Club Schweiz und die Fachhochschule Graubünden


Für die Lancierung dürfen wir auf die Unterstützung des Touring Club Schweiz, dem grössten Betreiber von Campingplätzen in der Schweiz zählen. Für Oliver Grützner, Leiter Tourismus & Freizeit beim TCS, ist Parkn’Sleep ein fehlendes Puzzleteil im Schweizer Campingmarkt: «Camping hat viele Facetten und Ausprägungen. Als grösster Mobilitätsclub der Schweiz unterstützen wir Parkn’Sleep, um geordnetes Camping in der Schweiz ausserhalb von Campingplätzen zu fördern». Die Fachhochschule Graubünden begleitet Parkn’Sleep als wissenschaftliche Projektpartnerin. Dabei fliesst sowohl Know-how im Bereich User Experience als auch Tourismusentwicklung ein. So sollen Datenerhebungen über die Stellplatznutzung einer zielgruppenspezifischen Weiterentwicklung des Angebots dienen und in die touristische Planung aufgenommen werden. Auch die Bedürfnisse der Anbieter und Nutzer der Parking-App werden erhoben und die Frage geklärt, inwiefern ein digitales Produkt die Abrechnung von Stellplätzen erleichtert und damit die Einnahmen aus den Tourismusabgaben erhöhen kann.


Wir schauen mit grosser Freude auf die kommenden Monate und sind gespannt wie der Markt auf diese Lösung reagieren wird.


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