Spontane Wohnmobilreisen sind in der Schweiz schwierig.

Aktualisiert: Juni 11

Im Herbst 2019 waren wir auf einer längeren Reise mit unserem Camper, unseren Bikes und die Taschen voller Tatendrang. Mit dem Ziel, verschiedene Regionen in der Schweiz und im nahen Ausland zu entdecken und kennenzulernen. Überall wo es uns gerade gefällt, wollten wir anhalten, um spontan eine Nacht zu verbringen um am nächsten Morgen ein paar Trails zu fahren oder auch einfach mal Land und Leute zu begegnen.


Diese Vorstellung deckte sich zu unserer Enttäuschung nicht mit der realen Situation. In vielen Ortschaften wartete bereits ein Schilderwald an Verbotstafeln. Eine Übernachtung im Camper war häufig mit einer Reservation verbunden - oder mit einem frühmorgendlichen Klopfgeräusch von jemandem, der die Sache nicht gerade guthiess. Ersteres war uns nicht spontan genug und letzteres brachte keine ruhige Nacht in den eigenen vier Wohnmobilwänden. Einen Campingplatz oder einen Privatstellplatz im Voraus zu buchen war uns zu steif.


Auf einem Waldparkplatz, der mit einem nigelnagelneuen verzinkten Nachtparkverbotsschild ausgestattet war, das locker einen Atomkrieg überstehen würde, schmissen wir ein paar Eier in die heisse Pfanne und dachten laut vor uns hin: Warum gibt es eigentlich Campingverbote? Der Grund lag auf der Hand: Es fehlen zuständige Gastgeber und Tourismusabgaben. Denn während Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätze klare Strukturen und Buchungsprozesse haben, ist der «flüchtige» Wohnmobiltourismus noch zu wenig organisiert. Dazu kommt, dass Verzeichnis-Apps mit nutzergenerierten Stellplatzempfehlungen aus Sicht der Eigentümer die Situation nicht gerade verbessern.



Auf der Rückreise dachten wir uns: "Es müsste doch eigentlich eine App geben, wo Gemeinden oder Landbesitzer ihren Platz zur Übernachtung anbieten, die von Campern bequem und digital angesteuert werden können - ein Parking-App für Wohnmobile?"


Die Idee des spontanen Reisens ist die Grundessenz für viele Camper.


Mit Parkn'Sleep sprechen wir genau diese Camper an und schaffen eine Plattform, bei der Plätze spontan und ohne Vorreservation angefahren werden können.


Im Gegensatz zu den dutzenden Erlebniscamping-Reservations-Plattformen können bei Parkn'Sleep Stellplätze nicht reserviert werden.


Gastgeber haben weder Buchungsaufwand noch lange Gästekommunikation. Sie bieten ihren Platz an und geben dabei nur die Verfügbarkeiten an. Gemeinden erhalten erstmals die Möglichkeit, die Situation auf einfachste Weise zu regulieren und erhalten eine Tourismusabgabe für jede Wohnmobilnacht auf Gemeindeboden.


Wir haben's getan: Das Start-Up Unternehmen "parknsleep AG" mit Sitz in Luzern steht nun im April 2021 mit der Plattform "www.parknsleep.app" für den Launch bereit.

Wir freuen uns auf den Start mit euch!


Das Team

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